Awareness-Konzept 2026

Was bedeutet Awareness für uns?

  • Sexismus und alle anderen Formen der Herabwürdigung und Diskriminierung von Menschen sowie grenzüberschreitendes Verhalten werden auf dem Festival nicht geduldet!
  • Kollektive Verantwortung (sowohl Orga, Mitarbeiter*innen aber auch Besucher*innen achten auf einen diskriminierungssensiblen Umgang und respektieren verschiedene Lebensrealitäten sowie die Grenzen Anderer)
  • einen Raum zu schaffen, in dem sich möglichst alle wohl und sicher fühlen, auch wenn uns bewusst ist, dass wir kein Festival schaffen können, dass gänzlich frei von (struktureller) Diskriminierung ist
  • Sicherheitsnetze herstellen, an die Betroffene sich wenden können

Wie sieht unser Awareness- und Schutzkonzept aus?

  • Security (Einlass und Streife): Zuständig für Einlasskontrollen, Akutsituationen (Gefahr im Verzug), Sicherheit auf dem Gelände
  • Awareness-Team: erkennbar an lila Armbinden, außerdem erreichbar unter: Tel.: 0177 467 844 0
  • und mit dem Code “LUNA” an Bars, Einlässen und bei der Crew
  • Wenn ihr nach dem oder während des Festivals ein Feedback zu unserer Awareness-Struktur geben wollt, wendet Euch an die folgende E-Mail-Adresse:

Wie arbeitet unser Awareness-Team?

  • Das Awareness-Team ist ein Teil davon, wie die oben genannte Haltung auf unserem Festival umgesetzt werden soll
  • Das bedeutet: Das Awareness-Team hat die Aufgabe Euch nach oder während belastenden Situationen zuzuhören und kann Euch verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung anbieten. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Gespräche, das Aushändigen von Wasser, Traubenzucker, weiterführendem Info-Material, Kontakten zu Beratungsstellen usw., die Begleitung an einen ruhigen Ort zum Ausruhen und ggf. die Vermittlung an die Sanis oder die Securitys vor Ort
  • Habt keine Scheu davor Euch mitzuteilen: Wenn Ihr Euch unwohl fühlt, Hilfe braucht, oder unangenehme Situationen beobachtet habt, könnt Ihr Euch jederzeit an das Awareness-Team, (die Bars, die Security und die Sanis) wenden
  • Wenn Ihr das Erlebte schildert, hört das Awareness-Team zu, vertraut in das Gesagte und verurteilt nicht. Wenn Ihr Euch an das Awareness-Team wendet, legt Ihr selbst fest, was Ihr erlebt habt und welche Unterstützung Ihr braucht
  • Einschränkung Jugendschutz: wenn Ihr minderjährig seid und unangenehme Situationen erlebt habt, kann es sein, dass Ihr nicht selbst entscheiden könnt, wie das weitere Vorgehen aussieht. Wir nehmen den Jugendschutz auf dem Festival ernst und müssen deshalb in solchen Fällen Verantwortung übernehmen sowie ggf. andere Stellen o. Personen hinzuziehen (Polizei, Eltern o.ä.). Außerdem kann bestimmten Bedürfnissen (minderjähriger) Betroffener nicht nachgekommen werden, wenn Situationen sehr gefährlich werden. (Die Selbstbestimmung wird in solchen Fällen zu Gunsten der Sicherheit eingeschränkt). Allerdings ist das Awareness-Team darum bemüht, Euch dennoch in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Wenn Ihr also vielleicht nicht entscheiden könnt WAS getan wird, habt Ihr in der Regel die Möglichkeit mitzubestimmen WIE die Entscheidungen des Awareness-Teams umgesetzt werden

FLINTA*Space

  • Der FLINTA*-Space auf unserem Festival-Gelände soll ein Rückzugsort für FLINTA*Personen sein. Wenn Ihr nach stressigen Situationen einen Ort braucht, um Euch zu sammeln oder Gespräche mit vertrauten FLINTA*Personen zu führen, wenn Ihr Euch in Ruhe umziehen oder frisch machen wollt etc., nutzt diesen Raum gerne
  • Das Awareness-Team wird auf ihrer Streife regelmäßig an diesem Ort vorbeikommen
  • Es werden ein WC und Hygiene-Artikel vor Ort sein
  • Begriffsklärung FLINTA* = (cis) Frauen, Lesben, Inter*, Nichtbinär, Trans*, Agender. Der FLINTA* Begriff fasst alljene Personen zusammen, die aufgrund patriarchaler Strukturen häufig von Diskriminierung, Ausgrenzung und übergriffigem Verhalten betroffen sind, und ist daher nicht mit Bezeichnungen wie “Frauen” oder “weiblich gelesene Personen” gleichzusetzen. In unserem FLINTA* Space sind demnach alle Menschen willkommen, die sich selbst nicht als cis-männlich verstehen.

Aufruf zur Mitarbeit im Awareness-Team?

  • Vorgaben:
    Übernahme von Awareness-Schichten ist ab 18 Jahren vollumfänglich/selbstständig möglich, Minderjährige Personen können ggf. mit volljährigen (erfahrenen) Personen zusammenarbeiten, Schichten begleiten und unterstützen, sie übernehmen und tragen in Akutsituationen keine Verantwortung und leisten keine Unterstützung. Bestenfalls werden sie bei der Bewältigung von Akutsituationen nicht involviert, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt eine Schicht begleiten, weniger erfahrene Personen (ohne Ausbildung), arbeiten mit erfahrenen Personen (mit Ausbildung) zusammen

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